HGW 2082 (Hartgewebe, PF CC 201) – vollständiges Datenblatt und Leitfaden für die Anwendung
Wenn in einer alten Zeichnung „HGW 2082“ steht, in der Bestellung des Kunden „PF CC 201“ und beim amerikanischen Lieferanten „NEMA C“, dann geht es dreimal um denselben Werkstoff: um Hartgewebe aus Baumwollgewebe und Phenolharz. Es ist der klassische Konstruktionswerkstoff der Elektrotechnik und des Maschinenbaus – leise laufende Zahnräder, Gleitlager, Buchsen, Anlaufscheiben.
Dieser Artikel fasst unser Datenblatt zu HGW 2082 zusammen und erklärt vor allem, was die Zahlen in der Praxis bedeuten: warum das Material in der Biegefestigkeit schwächer ist als Hartpapier und trotzdem häufiger für bewegte Teile gewählt wird, wo die Grenze von 120 °C wirklich liegt und warum es kein Ersatz für Glashartgewebe ist, sobald Spannung im Spiel ist.
Was HGW 2082 ist – Baumwollgewebe plus Phenolharz
HGW 2082 ist ein Schichtpressstoff. Bahnen aus Baumwollgewebe werden mit Phenolharz getränkt, gestapelt und unter Druck und Wärme zu einer Platte, einem Stab oder einem Rohr verpresst. Das Gewebe trägt die mechanische Last, das Harz hält alles zusammen und macht den Werkstoff formstabil.
Genau in der Verstärkung liegt der Unterschied zu den verwandten Laminaten. Hartpapier hat statt Gewebe Zellulosepapier – kurze Fasern, die sich beim Schlag nicht ineinander verhaken. Glashartgewebe G10 hat Glasgewebe und Epoxidharz: fester und ein wesentlich besseres Dielektrikum, aber teurer und in der Zerspanung unangenehmer. HGW 2082 liegt dazwischen – zäh, gut zu bearbeiten, gutmütig im Gleitkontakt.
In unserem Datenblatt steht bei HGW 2082 als Verwendung ausdrücklich „konstruktiv“ – anders als bei Hartpapier, wo „elektrisch isolierend, konstruktiv“ vermerkt ist. Das ist keine Formalität, sondern die wichtigste Aussage des ganzen Datenblatts. Dazu weiter unten mehr.
Bezeichnungen: HGW 2082 = PF CC 201 = NEMA C
Ein und derselbe Werkstoff trägt je nach Normenwelt und Jahrzehnt einen anderen Namen. Deshalb landen bei uns regelmäßig Anfragen, in denen jemand zwei Werkstoffe vergleichen möchte, die in Wirklichkeit identisch sind.
| Normensystem | Bezeichnung |
|---|---|
| DIN EN 60893 | PF CC 201 |
| IEC 60893 | PF CC 201 |
| DIN 7735 (alt, deutsch) | HGW 2082 |
| NEMA (USA) | C |
| Handelsnamen (historisch) | Novotex, Resitex, Ferrozell, Canevasit |
Die Kürzel sind englisch gebildet und lassen sich direkt lesen: PF = phenol formaldehyde (Phenolharz), CC = cotton cloth (Baumwollgewebe). Bei Hartpapier steht an dieser Stelle CP = cellulose paper (Zellulosepapier), bei G10 und G11 EP GC = epoxy (Epoxidharz) mit glass cloth (Glasgewebe).
Alte Handelsnamen: Novotex, Resitex, Ferrozell, Canevasit
In Altbeständen und Zeichnungen aus dem 20. Jahrhundert begegnen Ihnen Namen wie Novotex, Resitex, Ferrozell oder Canevasit. Das sind Handelsnamen einzelner Hersteller für phenolharzgebundenes Hartgewebe – technisch dieselbe Werkstoffgruppe, die heute unter HGW 2082 beziehungsweise PF CC 201 läuft. Wenn Sie ein Ersatzteil aus „Novotex“ nachfertigen sollen, ist HGW 2082 in aller Regel genau das Material, das Sie brauchen; der belastbare Bezugspunkt ist dabei die Norm, nicht der alte Markenname.
Datenblatt HGW 2082 – alle Werte
Die folgenden Werte stammen aus unserem Datenblatt zu Hartgewebe. Was dort nicht steht, geben wir bewusst nicht an – geschätzte Zahlen haben in einer Auslegung nichts verloren.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Biegefestigkeit senkrecht zu den Schichten (20 °C) | 100 MPa |
| Biege-Elastizitätsmodul | 7×10³ MPa |
| Zugfestigkeit | 80 MPa |
| Kerbschlagzähigkeit Charpy, parallel zu den Schichten | 8,8 kJ/m² |
| Scherfestigkeit parallel zu den Schichten | 25 MPa |
| Druckfestigkeit parallel zu den Schichten | 120 MPa |
| Durchschlagspannung in Öl 90 °C, senkrecht | 1,5 kV / 3 mm |
| Durchschlagspannung in Öl 90 °C, parallel | 1 kV / 25 mm |
| Kriechstromfestigkeit CTI | 100 |
| Isolationswiderstand nach Wasserlagerung | 1 MΩ |
| Dichte | 1,4 g/cm³ |
| Temperaturindex TI | 120 °C |
| Wasseraufnahme (Probe 3 mm) | 249 mg |
Zwei Werte, nach denen oft gefragt wird, stehen bewusst nicht in der Tabelle: die Druckfestigkeit senkrecht zu den Schichten sowie Verlustfaktor tan δ und Permittivität geben wir für HGW 2082 nicht an. Wenn Sie eine dieser Größen für eine Auslegung brauchen, fragen Sie uns bitte über das Anfrageformular – wir klären das mit dem Hersteller, statt eine Zahl zu erfinden.
Temperaturbeständigkeit von Hartgewebe: 120 °C
Der Temperaturindex TI von HGW 2082 beträgt 120 °C. Diese eine Zahl wird häufiger missverstanden als jede andere im Datenblatt, deshalb hier die Einordnung:
Praktisch heißt das: Bis etwa 120 °C Dauertemperatur ist HGW 2082 die richtige Wahl. Liegt Ihre Anwendung darüber, hilft kein anderes phenolharzgebundenes Hartgewebe weiter – dann wechseln Sie die Werkstofffamilie. G10 hat einen TI von 130 °C, G11 155 °C einen TI von 155 °C; die Unterschiede dort erklärt der Artikel FR-4, G10 und G11 im Vergleich.
Wofür sich HGW 2082 eignet
Seine Stärke liegt bei bewegten, schlagbeanspruchten und gleitenden Bauteilen. Das Baumwollgewebe nimmt Stöße auf, die Oberfläche läuft ruhig gegen Stahl, ohne zu fressen, und der Werkstoff lässt sich spanend sauber auf Maß bringen.
Typische Bauteile
- Zahnräder – der Klassiker. Ein Hartgewebezahnrad im Eingriff mit einem Stahlritzel läuft spürbar leiser als eine Stahlpaarung und verzeiht Teilungsfehler.
- Buchsen und Gleitlager – geräuscharm, unempfindlich gegen kurzzeitige Mangelschmierung, schonend für die Welle.
- Gleitleisten, Anlaufscheiben, Führungen in Maschinen und Fördertechnik.
- Isolierunterlagen und Abstandsstücke an mechanisch belasteten Stellen, an denen keine hohen Spannungen anliegen.
- Kupplungsscheiben und Dämpfungselemente, bei denen es auf Schlagzähigkeit ankommt.
- Ersatzteile für ältere Maschinen und Fahrzeuge – siehe unseren Artikel zur Restaurierung von Oldtimern.
Wofür Sie HGW 2082 nicht einsetzen sollten
Hier lohnt es sich, genau hinzusehen – der häufigste Fehler bei diesem Werkstoff ist der Einsatz als Hochspannungsisolation.
- Nicht als Isolation bei hohen Spannungen. Die Durchschlagspannung beträgt senkrecht 1,5 kV bei 3 mm und parallel 1 kV bei 25 mm; G10 liegt bei denselben Prüfbedingungen bei 30 kV / 3 mm. Das ist der Grund, warum unser Datenblatt HGW 2082 nur als konstruktiven Werkstoff führt.
- Nicht in nasser Umgebung. Baumwolle nimmt Wasser auf: 249 mg bei der 3-mm-Probe, gegenüber 22 mg bei G10. Nach Wasserlagerung bleibt ein Isolationswiderstand von 1 MΩ übrig.
- Nicht dauerhaft über 120 °C. Siehe oben.
- Nicht dort, wo Flammwidrigkeit gefordert ist. Dafür ist FR-4 vorgesehen – selbstverlöschend nach UL 94 V-0 und der Standardwerkstoff für Leiterplatten.
HGW 2082 gegen Hartpapier HP 2061
Das ist die Entscheidung, die in der Praxis am häufigsten ansteht – beide Werkstoffe sind phenolharzgebunden, beide haben eine Dichte von 1,4 g/cm³ und einen Temperaturindex von 120 °C. Der Unterschied steckt in der Verstärkung.
| Parameter | Hartgewebe HGW 2082 | Hartpapier HP 2061 |
|---|---|---|
| IEC / DIN EN 60893 | PF CC 201 | PF CP 201 |
| DIN 7735 | HGW 2082 | HP 2061 |
| NEMA | C | X / XP |
| Verstärkung | Baumwollgewebe | Papier (Zellulose) |
| Verwendung laut Datenblatt | konstruktiv | elektrisch isolierend, konstruktiv |
| Biegefestigkeit senkrecht (20 °C) | 100 MPa | 135 MPa |
| Biege-E-Modul | 7×10³ MPa | 7×10³ MPa |
| Zugfestigkeit | 80 MPa | 120 MPa |
| Scherfestigkeit parallel | 25 MPa | 10 MPa |
| Druckfestigkeit parallel | 120 MPa | 100 MPa |
| Kerbschlagzähigkeit Charpy parallel | 8,8 kJ/m² | geben wir nicht an |
| Wasseraufnahme (3 mm) | 249 mg | 550 mg |
| CTI | 100 | 100 |
| Dichte | 1,4 g/cm³ | 1,4 g/cm³ |
| Temperaturindex TI | 120 °C | 120 °C |
Auf dem Papier sieht Hartpapier zunächst besser aus: höhere Biegefestigkeit (135 gegenüber 100 MPa) und höhere Zugfestigkeit (120 gegenüber 80 MPa). Trotzdem greifen Konstrukteure bei bewegten Teilen zum Hartgewebe. Der Grund steht eine Zeile tiefer: Die Scherfestigkeit parallel zu den Schichten liegt bei 25 MPa gegenüber 10 MPa – das Zweieinhalbfache. Genau diese Belastung tritt auf, wenn ein Zahn unter Last steht, ein Bolzen quer gegen eine Buchse drückt oder eine Schicht gegen die nächste geschoben wird. Hartpapier neigt in solchen Fällen zum Delaminieren: Es reißt zwischen den Lagen auf, ohne dass seine Biegefestigkeit je ausgeschöpft wird.
Dazu kommt die Wasseraufnahme: 249 mg beim Hartgewebe gegenüber 550 mg beim Hartpapier. Für statische, flächige Isolierteile in trockener Umgebung bleibt Hartpapier die wirtschaftlichere Wahl; sobald Schlag, Scherung oder Gleitkontakt ins Spiel kommen, gehört das Bauteil ins Hartgewebe. Welche Teile aus welchem Laminat entstehen, zeigen wir im Beitrag Teile aus Hartpapier, Hartgewebe und Glashartgewebe.
HGW 2082 gegen Glashartgewebe G10
Die zweite typische Abwägung: nach oben, zum epoxidgebundenen Glasgewebe. Hier ist die Sache eindeutiger, als vielen lieb ist.
| Parameter | HGW 2082 | Glashartgewebe G10 (HGW 2372) |
|---|---|---|
| IEC / DIN EN 60893 | PF CC 201 | EP GC 201 |
| Verstärkung / Harz | Baumwollgewebe / Phenolharz | Glasgewebe / Epoxidharz |
| Biegefestigkeit senkrecht (20 °C) | 100 MPa | 340 MPa |
| Biege-E-Modul | 7×10³ MPa | 24×10³ MPa |
| Zugfestigkeit | 80 MPa | 300 MPa |
| Kerbschlagzähigkeit Charpy parallel | 8,8 kJ/m² | 33 kJ/m² |
| Scherfestigkeit parallel | 25 MPa | 30 MPa |
| Druckfestigkeit parallel | 120 MPa | 180 MPa |
| Durchschlagspannung in Öl 90 °C, senkrecht | 1,5 kV / 3 mm | 30 kV / 3 mm |
| CTI | 100 | 200 |
| Isolationswiderstand nach Wasserlagerung | 1 MΩ | 5×10⁴ MΩ |
| Wasseraufnahme (3 mm) | 249 mg | 22 mg |
| Dichte | 1,4 g/cm³ | 1,9 g/cm³ |
| Temperaturindex TI | 120 °C | 130 °C |
G10 ist in praktisch jeder mechanischen Disziplin überlegen und dielektrisch in einer anderen Größenordnung: 30 kV gegenüber 1,5 kV bei 3 mm, ein Isolationswiderstand nach Wasserlagerung von 5×10⁴ MΩ gegenüber 1 MΩ. Warum also überhaupt noch HGW 2082?
Drei Gründe, die in der Werkstatt zählen. Erstens der Preis – Hartgewebe ist die günstigere Werkstoffklasse; die aktuellen Konditionen sehen Sie in den Kategorien Hartgewebe-Platten und Hartgewebe-Stäbe. Zweitens die Bearbeitbarkeit: Baumwollgewebe ist für die Schneide ungleich schonender als Glasgewebe, das Werkzeuge regelrecht abschleift. Drittens das geringere Gewicht – 1,4 gegenüber 1,9 g/cm³. Für ein Zahnrad in einer trockenen Maschine unter 120 °C wäre G10 schlicht überdimensioniert.
Bearbeitung von Hartgewebe
HGW 2082 lässt sich mit üblicher Werkstattausrüstung bearbeiten – das ist einer seiner größten Vorteile. Wir übernehmen die Bearbeitung auf Wunsch komplett: Sägen, Drehen, Fräsen, Bohren und Wasserstrahlschneiden.
Sägen
Feine Verzahnung, hohe Schnittgeschwindigkeit, gleichmäßiger Vorschub. Wichtig ist eine gute Abstützung dicht am Schnitt – beim Austritt des Blattes reißt sonst die unterste Gewebelage aus.
Drehen
Hartgewebe lässt sich sauber drehen; scharfe Schneiden mit großem Freiwinkel sind dabei Pflicht. Ein stumpfes Werkzeug schneidet nicht mehr, sondern quetscht – das Harz wird warm, riecht und schmiert die Oberfläche zu. Am besten trocken arbeiten, damit sich das Baumwollgewebe nicht mit Kühlschmierstoff vollsaugt.
Fräsen
Fräser mit ausreichend Spanraum, damit sich die faserigen Späne nicht festsetzen. Im Gleichlauf werden die Kanten sauberer; ein leichter Schlichtschnitt zum Schluss verhindert Faserausrisse.
Bohren
Am Bohrungsaustritt reißt Hartgewebe leicht aus. Abhilfe: Opferplatte unterlegen, den Vorschub kurz vor dem Durchbruch zurücknehmen, bei tiefen Löchern den Bohrer zum Spanbrechen herausziehen.
Wasserstrahl
Der Wasserstrahl schneidet ohne thermische Belastung und liefert komplexe Konturen in einem Durchgang. Für Baumwollgewebe gilt: die Teile nicht länger als nötig nass liegen lassen und anschließend trocknen.
Wenn Sie sich den Staub sparen möchten: Wir liefern Zuschnitte nach Maß mit einer Toleranz von ±1 mm, in der Regel in 2–3 Werktagen. Fertige Bauteile entstehen bei uns nach Zeichnung – CAD oder PDF, CNC mit ±0,1 mm, ab einem Stück, ohne Mindestabnahme.
Formate, Dicken und Toleranzen
Wichtig für die Bestellung: HGW 2082 ist die Plattenbezeichnung. Denselben Werkstoff — Baumwollgewebe mit Phenolharz — führen wir auch als Stäbe und Rohre, dort trägt er nach DIN 7735 aber eigene Nummern: HGW 2088 für Rundstäbe (PF CC 42) und HGW 2085 für Rohre (PF CC 22). Wer eine Platte unter der Stabnummer bestellt, bekommt eine Rückfrage.
| Form | Abmessungen | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| Platten (HGW 2082, PF CC 201) | Dicken 0,2–100 mm (nach Absprache bis 200 mm); Lagerformate 250×250, 500×500, 1025×1050, 1050×2050 und 1300×2800 mm | Versand ab Lager in 1–3 Werktagen |
| Stäbe (HGW 2088, PF CC 42) | Durchmesser 5–200 mm, Länge bis 1000 mm, Längentoleranz ±10 mm | Versand ab Lager in 1–3 Werktagen |
| Rohre (HGW 2085, PF CC 22) | Innendurchmesser 6–600 mm | Fertigung auf Bestellung, nicht ab Lager, üblich 5–10 Werktage |
| Zuschnitte nach Maß | aus Platten, Toleranz ±1 mm | in der Regel 2–3 Werktage |
| Fertigung nach Zeichnung | CNC ±0,1 mm, ab 1 Stück | nach Absprache |
Zwei Toleranzen sollten Sie schon in der Konstruktion berücksichtigen. Breite und Länge der Platten liegen bei ±50 mm – Lagerplatten sind Halbzeug, kein Fertigteil. Die Dickentoleranzen richten sich nach der IEC-Norm und hängen von Werkstoff und Dicke ab (zur Einordnung: Hartpapier PF CP in 5 mm liegt bei ±0,34 mm); die vollständige Tabelle steht unter Dickentoleranzen. Braucht Ihr Bauteil ein exaktes Endmaß, planen Sie eine Bearbeitungszugabe ein.
Entscheidungshilfe
Häufig gestellte Fragen
Ist HGW 2082 dasselbe wie Novotex oder Resitex?
Technisch handelt es sich um dieselbe Werkstoffgruppe – phenolharzgebundenes Hartgewebe mit Baumwollgewebe. Novotex, Resitex, Ferrozell und Canevasit sind historische Handelsnamen einzelner Hersteller; die heute gültige Bezeichnung ist HGW 2082 nach DIN 7735 beziehungsweise PF CC 201 nach IEC 60893. Für die Nachfertigung eines alten Teils ist HGW 2082 in aller Regel das richtige Material.
Wie hoch ist die Temperaturbeständigkeit von HGW 2082?
Der Temperaturindex beträgt 120 °C. Das ist eine Dauertemperatur mit Bezug auf die Lebensdauer, keine Zerstörungsgrenze. Für dauerhaft höhere Temperaturen wechseln Sie die Werkstofffamilie: G10 hat einen TI von 130 °C, G11 155 °C einen TI von 155 °C.
Kann ich HGW 2082 als Isolierung im Schaltschrank verwenden?
Nur bei niedrigen Spannungen und in trockener Umgebung – unser Datenblatt führt HGW 2082 als konstruktiven Werkstoff. Die Durchschlagspannung beträgt senkrecht 1,5 kV bei 3 mm, der Isolationswiderstand nach Wasserlagerung 1 MΩ. Wo es wirklich um Isolation geht, gehören G10 oder G11 an diese Stelle. Eine Übersicht der Werkstoffe finden Sie unter Materialinformationen.
Warum wählt man Hartgewebe, obwohl Hartpapier die höhere Biegefestigkeit hat?
Weil die Biegefestigkeit bei bewegten Teilen selten die maßgebende Größe ist. Entscheidend ist die Scherfestigkeit parallel zu den Schichten: 25 MPa beim Hartgewebe gegenüber 10 MPa beim Hartpapier. Unter Scherung delaminiert Hartpapier, lange bevor seine Biegefestigkeit von 135 MPa ausgereizt ist.
Fertigen Sie Zahnräder und Buchsen aus HGW 2082 nach Zeichnung?
Ja. Schicken Sie uns die Zeichnung als CAD- oder PDF-Datei über das Anfrageformular. Wir fertigen per CNC mit einer Toleranz von ±0,1 mm, ab einem Stück und ohne Mindestabnahme. Reine Zuschnitte aus Platten liefern wir mit ±1 mm, üblicherweise in 2–3 Werktagen.